KRONACH. Die Schützengesellschaft (SG) wurde auch im vergangenen Jahr ihrem Ruf als vielseitiger Sport- und Kulturverein gerecht. Dies zeigten die Rückblicke auf zahlreiche sportliche Erfolge, die gelungene Ausrichtung des Freischießens und die Teilnahme des Vereins bei Festzügen im Landkreis und weit darüber hinaus.
Als erfreulich bezeichneten Schützenmeister Dr. Johannes Weber und Schatzmeister Karl Pfretzschner die Bewältigung aller organisatorischen Aufgaben wie auch die sparsame Haushaltsführung.
Sie ermöglichten eine positive finanzielle Bilanz, weshalb den Verein keine finanziellen Sorgen plagen und man optimistisch in die Zukunft blicken könne.
Sie hoben in ihrem Fazit aber auch hervor, dass gerade das Freischießen nur durch außerordentlichen, ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder und freiwilliger Helfer mit einen Einnahmeüberschuss abgeschlossen werden könne, ansonsten wäre dieses Volksfest längst defizitär. Bewährt haben sich stärkere Kontrollen beim Freischießen so dass dieses Fest ohne Verletzungen ablief.
Weitere wichtige Veranstaltungen seien das Sauschießen und das Weihnachts- und Osterschießen gewesen. Als negativ und nicht nachvollziehbar bezeichnete Schützenmeister Weber gesetzliche Auflagen, die eine Überdachung der Schießanlage der Keilerstände fordern, wobei diese Auflagen wohl zudem regional unterschiedlich angewendet würden, denn an der Schießanlage in Lichtenfels werde die Situation anders bewertet.
Im Punkt Sicherheit gebe es bei der SG jedoch keine Abstriche - es würden alle Auflagen erfüllt, sagte Weber. Als weitere größere finanzielle Belastung werde in naher Zukunft die Renovierung der maroden Dächer des kleinen und großen Saales am Schützenhaus auf den Verein zukommen. Natürlich würden auch verschiedene kleinere Reparaturen rund ums Schützenhaus und am Schützenplatz ständig vorgenommen.
In diesem Zusammenhang sei es dem Pächterehepaar Brigitte und Roland Angles hoch anzurechnen, dass sie in Eigenregie und mit großer Eigenleistung die Gasträume im Schützenhaus renoviert und verschönert hätten.
Eine besondere Freude, aber auch eine große Herausforderung für den Verein wie für die Stadt Kronach sei die Austragung der Bezirksversammlung am 5. und 6. April 2003 in Kronach, die SG werde sich dieser Aufgabe gerne stellen, betonte Weber.
Zum positiven Geschäfts- und Kassenbericht von Schatzmeister Karl Pfretzschner passte auch die erfreuliche Mietgliederentwicklung, die im vergangenen Jahr einen Zuwachs von elf Mitgliedern ausweise, unter denen auch sechs Jungschützen begrüßt werden konnten. Insgesamt 646 Schützenfreunde sind jetzt Mitglied bei der SG Kronach.
Schützenmeister Weber dankte abschließend allen Vereinsmitgliedern, Helferinnen und Helfern, allen Spendern und Freunden des Vereins.
Für den verhinderten Zweiten Schützenmeister Adolf Stützinger (parallel zur Jahreshauptversammlung fand eine wichtige Sportveranstaltung statt, an der die Sportschützen teilnahmen), verlas Schriftführerin Thea Xynos den umfangreichen Bericht über ein erfolgreiches Schießsportjahr der SG Kronach. Insgesamt holten die Kronacher Schützen 19 Gaumeister- und 17 Bezirkstitel sowie zwölf bayerische Meistertitel.
Der Bericht erinnerte nochmals besonders an das Erringen der Deutschen Meisterschaft in der Juniorenklasse auf die Laufende Scheibe durch Alf Rüger und die Deutsche Meisterschaft in der Schützenklasse durch die SG I mit Marko Schulze, Alf Rüger und Timo Horn.
Auch bei internationalen Wettbewerben waren Kronacher Teilnehmer im Spitzenfeld. So Monika Beitzinger und Alf Rüger bei den Europameisterschaften und Marko Schulze bei weiteren hochrangigen internationalen Vergleichen.
Besonderer Dank galt Vereinstrainer Dietmar Jungkunz, dem eine hervorragende Jugendarbeit bescheinigt wurde sowie Helmut Rauch für die ständige Unterstützung bei den Schießsportveranstaltungen.
Für ihre herausragenden Leistungen im Schießsport wurden Gerd Kümmet und Peter Meserth mit der Herzog-Ernst- Ehrennadel ausgezeichnet, auch dies ein Anlass für die SG Kronach, mit Stolz auf die abgelaufene Saison zu blicken. Der Dank von Adolf Stützinger richtete sich an die zahlreichen Spender und Ehrenpreisstifter.
Revisor Dieter Gläßel dankte Schatzmeister Karl Pfretzschner für die korrekte Kassenführung. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt.
In den Verwaltungsausschuss,
dessen turnusgemäße Wahl alle zwei Jahre ansteht, wurden gewählt: Peter
Steller, Helmut Rauch, Eike Mohr, Karl Dorsch, Hans-Jürgen Götz, Dieter Gläßel,
Dietmar Jungkunz, Herbert Kaiser, Gerd Kümmet und Friedrich Schlick.
eh